Biedermeier Schreibmöbel, Schreibtische

gefertigt 1804/05 für den blauen Salon, Neues Schloss Stuttgart
Inventarzettel mit in blauer Kreide aufgetragener Nummer 331
Maße: B 135 cm , T 62 cm, H 128 cm
Pyramidenmahagoni auf Eiche furniert
Holz: Mahagoni
Mahagoni furniert
Sign. Karl G. Lundquist den 23.08.1817 in Prag
Prov.: aus persönlichem Besitz Kardinal Schwarzenberg
B 98 cm, T 51 cm, H 173 cm
Holz: Mahagoni furniert
Preis: 98000 EUR
Mahagoni furniert
Werkstatt Meister Lundelius, Stockholm
fast ident. Stück im königlichen Schloss Rosendal
(Lieblingsstück vom schwedischen König Karl Johann, ca. 1820-1840)
B 133 cm, T 60 cm, H 203 cm
Holz: Mahagoni furniert
Preis: 98000 EUR
(zum Freistellen)
Wiener Barock
Oberschwaben um 1860
Nussbaum furniert
B 136 cm, T 75 cm, H 79 cm
Beinfreiheit: 61,5 cm
Holz: Nussbaum furniert
Preis: 3800 EUR
Nussbaum furniert
süddeutsch / Stuttgart um 1830
B 112 cm, T 57 cm, H 159 cm T
aufgeklappt: 103 cm
Holz: Nussbaum furniert
Alter Preis: 5800 EUR
Preis: 3800 EUR
Prov. Schloss Sommershausen
Ahorn furniert
süddeutsch um 1820
B 171 cm, T 89 cm, H 121 cm
Beinfreiheit: 62 cm
Holz: Ahorn
Preis: 14500 EUR
süddeutsch um 1900
im Biedermeier Stil
Holz: Kirschbaum furniert
Alter Preis: 3800 EUR
Preis: 1850 EUR
KLAPPSEKRETÄR, BIEDERMEIER (NR: verkauft (116))
süddeutsch / München um 1830
rückseitig bezeichnet
Holz: Kirschbaum furniert
süddeutsch um 1830
Holz: Nussbaum furniert
Preis: 1850 EUR
sehr hochwertig
um 1810, Mitteldeutsch, wohl Sachsen
furniert
Holz: Kirschbaum
Preis: 48000 EUR
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SCHREIBTISCHE, SEKRETÄRE, BIEDERMEIER

Im Biedermeier waren Schreibtische und Sekretäre in verschiedensten Formen sehr beliebt. Die oberen Gesellschaftsschichten des Adels, des Handels- und Unternehmer-Bürgertums sowie des Intelligenz-Bürgertums (Ärzte und Rechtsanwälte usw.) benötigten auch im privaten Umfeld Schreibschränke oder Schreibkommoden für die Korrespodenz und zur Aufbewahrung von Dokumenten und Schreibutensilien. Dabei gab es Biedermeier-Schreibmöbel sowohl für den Herren als auch für die Dame. Sie unterschieden sich in Form und Größe. Der "Damenschreibtisch" oder "Damenskretär" war zumeist feiner gearbeitet, kleiner, eleganter. Die Schreibschränke und Schreibkommoden der Herren waren oft groß, repräsentativ aber elgant und selten oppulent. 

In den Büros der Unternehmen und in den Unternhemervillen des Biedermeier standen natürlich besonders repräsentative Schreibmöbel, die die Wichtigkeit der Besitzer und ihren Wohlstand zeigen sollten. Aber auch das einfache Bürgertum stattete die Haushalte mit Sekretären aus. Die Müller, Bäcker oder andere Handwerksmeister der Biedermeierzeit beasaßen in ihren Haushalten Schreibschränke und Schreibkommoden. Die hochwertigeren Möbel wurden im Biedermeier oft aus Edelhölzern wie Nussbaum oder Kirschbaum gefertigt oder zumindest mit diesen Hölzern furniert. Einfachere, günstigere Schreibmöbel waren jedoch auch aus Weichhölzern wie Fichte gefertigt worden (Diese finden Sie auch in unserer Rubrik "Historismus / Antike Schreibtische"). Allgemein unterscheidet man bei Biedermeier-Schreibmöbeln Schreibtische, Damenschreibtische, Schreibschränke, Schreibkommoden, Zylinderbüros, Schreibpulte und Sekretäre voneinander. Bei den Biedermeier-Sekretären gab es unterschiedliche Formen wie den Klappsekretär, bei dem das Schreibfach mit einer Klappe nach unten geöffnet wurde und den Rollsekretär mit einem zu öffnenden Rolladen (meist virtelrund).

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